In einer Galerie begann die Idee – der Wunsch, Bilder nicht nur zu zeigen, sondern sie konsequent in Szene zu setzen. Mich faszinierte die Wirkung, die ein sorgfältig gewählter Rahmen auf ein Bild haben kann – wie Form, Material und Oberflächenstruktur die Aussage eines Fotos verstärken oder verändern können. Daraus entwickelte sich mein ein Konzept: ein Rahmen, der nicht nur hält, sondern gestaltet.

Handarbeit mit Charakter

Jedes meiner Werke wird in einen handgefertigten Stahlrahmen eingefasst – auf Gehrung geschnitten, geschweißt und im rohen Zustand belassen. Der unbehandelte Stahl verleiht dem Bild eine industrielle, authentische Ästhetik, die bewusst Kontraste setzt zu den feinen, flüchtigen Momenten, die meine Fotografien zeigen. Spuren der Bearbeitung – leichte Schleifrillen, Hitzeverfärbungen vom Schweißen – bleiben sichtbar und erzählen ihre eigene Geschichte.

Alternativ könnte der Rahmen auch transparent oder schwarz lackiert sein – eine Frage des Kontexts: Wandfarbe, Lichtsituation und Bildinhalt beeinflussen, wie der Rahmen wirkt. In meinen aktuellen Arbeiten setze ich auf die rohe Variante, die sich bewusst zurücknimmt und dennoch eine klare gestalterische Haltung zeigt.

Technik trifft Ästhetik

Das Bild wird mit kleinen Magneten im Rahmen gehalten – eine Lösung, die elegant und funktional zugleich ist. Hinter dem Bild sitzt ein entspiegeltes Kunstglas, das die Aufnahme schützt und zugleich Reflexionen vermeidet. Diese Konstruktion erlaubt es, Bilder schnell und unkompliziert auszutauschen, ohne den Charakter des Rahmens zu verändern.

Präsentation mit Haltung

So wird jede Fotografie nicht nur gezeigt, sondern inszeniert – eingebettet in eine Rahmung, die ihre Wirkung unterstreicht, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Die Verbindung aus präziser Fotografie, rohem Material und handwerklicher Gestaltung schafft einen Dialog zwischen Bild und Raum, Moment und Material.


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